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EC auf Platten-Fassade

Saturday, April 1, 2017

Heute zeige ich Euch mal wieder eine aktuelle Arbeit von mir und erzähle ein bisschen was über den Prozess der Bearbeitung in Photoshop dahinter. Ein grundlegendes Verständnis für Fotografie, Bildbearbeitung und Grundkenntnisse in Adobe Photoshop und Lightroom setze ich voraus, um dieses "Tutorial" verstehen zu können.

 

 

 

 

 

Das Ausgangsfoto, welches ich für diese Montage benutzt habe, habe ich vergangenes Jahr in Neuruppin (Brandenburg, nördlich von Berlin) geschossen. Es zeigt einen Teil einer Fassade eines alten, noch nicht renovierten, Kindergartens und hat den DDR-Charme dadurch konserviert. Das Foto habe ich in RAW (*.cr2) fotografiert und in Lightroom leicht bearbeitet und als *.jpg exportiert. Die Montage-Arbeit habe ich in Photoshop erledigt.

 

 

 

 

 

Das Foto habe ich durch freistellen auseinander genommen und in unterschiedliche Elemente (zb. Mauer, Fenster, Stromkabel usw.) zerlegt. Anschließend habe ich die Elemente neu zusammengesetzt und alles retuschiert und angeglichen. Dabei habe ich darauf geachtet, dass sich bestimmte "Muster" in duplizierten Texturen der Elemente nicht wiederholen. Als Beispiel dafür, was ich meine: für die Mauer habe ich vier mal das gleiche Quadrat (eine der Platten) dupliziert und alle vier Platten aneinander gelegt. Dadurch duplizierte ich natürlich auch alle Details der Texturen der Platte. Mit dem Werkzeug "Bereichsreperatur" bin ich über die Texturendetails gegangen, bis jede der 4 Platten etwas anders aussah - dieser Vorgang lässt sich natürlich nicht unendlich verfeinern. Ich habe das so lange gemacht, bis ich zufrieden war - bei relativ einheitlichen Texturen, wie hier, reicht es oft aus, nur die gröbsten Details zu "reparieren". Wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man auch in meinem fertigen Bild noch, dass ich mit einer Platte, statt mit vier unterschiedlichen, gearbeitet habe. Auf den ersten Blick jedoch erkennt man das quasi nicht. Um noch mehr Abwechslung in die Textur zu bringen, kann man auch einfach wahllos mit dem Werkzeug "Bereichsreperatur" im Bild (bzw. im Bereich der Textur) rumklicken, statt sich nur um herausstechende Details zu kümmern. Je länger man das macht, desto mehr unterscheiden sich die Texturen am Ende.

 

Als letzten Schritt habe ich eine Grafik des [Emotion Coach] Logos auf das Bild gelegt, es zerschnitten, versetzt und es so bearbeitet und integriert, dass es wie "reingeputzt" wirkt - meine Idee war es, es so erscheinen zu lassen, als hätte jemand das Logo mit einer Bürste und Putzmittel reingeschrubbt. Dafür habe ich das Logo zuerst etwas weich gezeichnet, damit die Konturen nicht mehr so scharf und freigestellt wirken, sondern die Möglichkeit haben, mit der Textur zu verschmelzen. Anschließend habe ich den Ebenenmodus auf "Ineinanderkopieren" gesetzt und die Deckkraft auf 65% reduziert. Über Rechtsklick auf die Ebene und "Fülloptionen" habe ich ein Muster über die Ebene gelegt. Ich habe mich für das Muster "Rau (512x512)" entschieden, welches man unter "Erodierbare Strukturen" findet. Ich habe das Muster auf 245% skaliert und die Deckkraft auf 32% gesetzt. Hiermit geben wir dem Logo noch eine eigene Textur, die bewirkt, dass es nicht komplett gleichmäßig geputzt aussieht. Nun habe ich noch das Logo mit Splatter-Brushes verziert - jeweils eine Verzierung pro Ebene und dann so bearbeiten wie das Logo - Weichzeichner, Deckkraft reduzieren usw. (Stellen wo sich Logo und Brush überlagern und ein intensiveres weiß bilden habe ich wegradiert). Splatter-Brushes findet ihr nach kurzer Suche über Google haufenweise.   

 

Als aller letzten Schritt habe ich das Foto nochmal durch Lightroom gejagt ("Camera Raw"  wäre auch gegangen) und ein letztes mal an den Reglern gedreht, bis ich zufrieden war. Hierbei muss man Feingefühl zeigen - oft ist weniger mehr. Ich habe einige Standard-Einstellungen, die ich bei fast jedem Bild einstelle und entscheide dann noch darüber hinaus, welchen Look das Bild bekommen soll. Oft kombiniere ich hierfür auch Lightroom und Photoshop. Optional ist jetzt, ganz zum Schluss, der Schritt, wo ich einem Foto eine Vignette gebe. Das mache ich über Lightroom/Camera Raw oder mit einem radialen schwarz zu transparent Verlauf in Photoshop.

 

Ich hoffe, dass dieses kurze, eher oberflächlich gehaltene, Tutorial, euch ein bisschen weitergeholfen hat zu verstehen, wie der Arbeitsablauf bei einer solchen Montage aussehen kann. Ich beanspruche nicht, dass das der perfekte Weg ist - in Photoshop gibt es immer viele Wege um zum Ziel zu kommen. Ich habe lediglich den Weg gezeigt, den ich gehen würde - und selbst da muss ich sagen, dass es sein kann, dass ich an einem anderen Tag vielleicht einen anderen Weg gehe.  

 

Wenn ihr Fragen zu bestimmten Bildern habt, euch die Bearbeitung dahinter nicht klar ist, sagt mir bescheid und ich werde sehen, dass ich ein kleines Tutorial dazu schreibe. Ansonsten werde ich sehen, dass ich in Zukunft ab und an mal eine Arbeit von mir und die Bearbeitung dahinter vorstelle.

 

Ich wünsche euch allen noch ein schönes Wochenende!

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